Editors Note

by kansi // print // original & german translation

Somewhere in the hall with the huge ceilings in the ost passage theatre, from the sweaty days where it felt unbearable without a cola mate to the chilly evenings when we had to huddle together, we have this issue.

What started as a project between two people tired of the mundane lives that led them from one lockdown to another and the first open call they sent out to people asking them if they were tired of “potatoe’ish” journalism and events in Leipzig brought together a team of curious individuals each struggling with their plethora of problems, from going to driving school, 9/5 jobs (because capitalism) to having music gigs to submitting a master’s thesis but still wanting to be a part of something bigger.

Incite started as a project that wanted to include a variety of languages, perspectives and ideas to create a multilingual art, event and social issues magazine from Leipzig. With a focus on accessibility, language and subculture. We worked with flat hierarchies, valued transparency, and always tried to make a safe space for discussion and critical reflection on the themes of accessibility and inclusivity in Leipzig’s cultural scene.

Our team thinned out and eventually consisted of four of us who carry different titles depending on the moods and days, sometimes designers, artists or researchers. One of the most beautiful parts of working with this team was the immediate trust we had for each other and the level of autonomy we could each have in our tasks while still working as a group. An important aspect for everybody on the team was that we shared the same values such as feminism, antiracism, queer-inclusivity and diversity. 

With this collection of words and art, we hope to provide a portal of sorts that allows various voices to speak for themselves and transport you to a feeling of being encased. This leads to the thought behind our theme for this issue 

bubbles”

We struggled to find a destination and combination of our thoughts about what kind of discussions are still not seen in our social setting and what we as individuals would like to explore and read more about. While debating, we came across a word that is often thrown around in common day to day banter, sometimes while explaining the kind of food we like, sometimes about the kind of people we want to date or make friends with and sometimes while struggling to fit in.

Bubbles we found had a different interpretation depending on which aspect you focused on. For some, it was too exclusive and binary, while some found comfort in the bubbles that remind them of home wherever it may be. In our issue, we tried to put together work from diverse perspectives and showcase all arguments as to why and whether bubbles should exist in our society or not.

In the compilation of works, we start with the general feelings of existing in a bubble; the author shares their journey from a small town to a small city some of us call home. Some pieces highlight struggles in their own identities to poems that leave you with a sense of longing. Photography that makes you smile, laugh, or maybe even cry when you realise its depth. Illustrations that leave wanting more. 

The amount of trust that all the contributors put in us was truly overwhelming as were the response and support we got with this issue. From the bottom of our hearts we are thankful to everyone that submitted, everyone that proofread, people that will hopefully pick it up and read our work. Maybe in a couple of years, someone will find a copy on the street or in an alley, maybe use one of the pages to crush some weed, see one of the photos, and wonder who we were. It leaves us with a warm feeling that we could reach some of you.

With love from one of your editors 

Kansi

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german:

Editorial

von kansi, übersetzt von Salome & Till

In Zeiten heftiger Sommerhitze, die ohne ein kühles Getränk nicht zu ertragen gewesen wären, und an kühlen Winterabenden an denen wir uns zusammenkuscheln mussten, fanden wir uns in den großen Hallen des Ost-Passage Theaters zusammen und gestalteten dieses Heft.

Alles begann als Projekt zweier Menschen die das banale Leben zwischen Lockdown und Lockdown satt hatten. Sie waren auf der Suche nach Kreativen, die genau wie sie den „Potato‘ish“ Journalismus satt hatten. Es enstand eine Gruppe aus Neugierigen, die zwar einerseits alle mit ihren eigenen Alltäglichkeiten zu tun hatten (Eine war schwer damit beschäfitgt ihren Führerschein zu machen, eine andere arbeitete Vollzeit, einer gab kontinuierlich Konzerte und die letzte schrieb an ihrer Master-Arbeit.), aber andererseits Teil von etwas größerem sein wollten.

Incite begann als ein Projekt, das verschiedene Sprachen, Perspektiven und Ideen zusammenbringen wollte. So entstand daraus dieses mehrsprachige Kunst-, Kultur- und Gesellschaftsmagazin. Es soll einen Fokus auf Niederschwelligkeit, Inklusion, Subkultur, und Sprachen legen. Wir arbeiteten mit möglichst flachen Hierarchien und legten stets Wert auf Transparenz. Es begleitete uns der ständige Versuch einen safe space zu kreieren, in dem Raum für kritische Reflexion und Diskussionen geschaffen wurde.

Mit der Zeit wurde die Gruppe kleiner und zuletzt waren wir vier Personen. Nebenher waren wir alle noch mit anderen Dingen beschäftigt, je nach Stimmung. Oft waren wir Designer:innen, Kunstschaffende oder Forschende. Aber vor allem waren wir Freunde und vertrauten uns. Das ermöglichte uns ein hohes Level an Eigenständigkeit innerhalb der Gruppe. Wir teilten dieselben queer-inklusiven, feministischen und anti-rassistischen Werte.

Mit diesem Heft, dieser Sammlung von Worten und Kunst, hoffen wir, ein Portal zu schaffen. Es kommen darin verschiedene Stimmen zu Wort. Sie alle sprechen für sich selbst. Wir hoffen, dass ihr euch damit verbunden und darin aufgehoben fühlen könnt. Daher das Thema dieser Ausgabe:

„Bubbles“

Wir wollten ein Thema, das Diskurse, die wir für unterräpresentiert halten, einschließen. Bei unseren Überlegungen stießen wir auf ein Wort, das im alltäglichen Geplaudere oft in den Mund genommen und umhergeworfen wird. Manchmal wenn es darum ging Vorlieben zu beschreiben, manchmal wenn wir über Menschen sprachen, mit denen wir uns gut oder weniger gut verstanden und manchmal, wenn wir selbst darum kämpfen, dazuzugehören.

Das Thema „Bubbles“ kann aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet werden, erhält unzählige Aspekte und schafft daher immer neue Erkenntnisse. Für manche sind sie zu exklusiv und binär, während andere Trost in ihren Blasen fanden, weil sie sie an ihre Heimat erinnerten (wo auch immer diese sein mag). In unserer Ausgabe wollen wir Werke aus diversen Perspektiven zusammenzustellen und Argumente aufzeigen, warum und ob es Blasen in unserer Gesellschaft geben sollte oder nicht.

Das Heft beginnt mit dem generellen Gefühl, in einer Blase zu leben; eine Reise von einer Kleinstadt zu einer Kleinen Stadt, die manche von uns ihr Zuhause nennen. Einige Stücke beleuchten Konflikte um die eigene Identität. Es gibt Gedichte, die ein Gefühl der Sehnsucht hinterlassen. Fotografien, die uns zum schmunzeln, lachen oder vielleicht sogar zum weinen bringen, sobald man ihre Tiefe erkennt. Das ganze untermalt mit Illustrationen, die Atmosphären erzeugen und Lust auf mehr machen sollen.

Das Vertrauen, das uns von allen Autor:innen und Künstler:innen entgegengebracht wurde, war überwältigend. Ebenso wie die Resonanz und die Unterstützung, die wir während unserer Arbeit erfahren haben. Wir sind allen, die etwas eingereicht haben, allen die als Lektor:innen tätig waren und allen, die es in die Hand nehmen und lesen werden, von ganzem Herzen dankbar. Vielleicht findet ja sogar noch in ein paar Jahren jemand ein Exemplar auf der Straße, benutzt eine der Seiten um darin etwas Gras klein zu bröseln, sieht dabei eines der Fotos und fragt sich, wer wir waren. Es hinterlässt bei uns ein wohlig warmes Gefühl, dass wir einige von euch hiermit erreichen konnten.

Mit lieben Grüßen von einer eurer Redakteur:innen,

Kansi

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